Zeit des Umbruchs (1929 bis 1952)

Wilhelm Höse

Die 2. Generation

Am 1. April 1929 übergab Georg Hedrich die Verantwortung an seinen Schwiegersohn Wilhelm Höse. Der 1891 in Weidenhausen geborene Wilhelm Höse hatte 1920 Emma Hedrich, die 1895 geborene Tochter von Georg Hedrich geheiratet. Doch nach jedem Hoch folgt ein Tief. Ende 1929 begann die Weltwirtschaftskrise mit ihren verheerenden Auswirkungen, die zu einer gravierenden Arbeitslosigkeit in den 1930er Jahren führte. Wilhem Höse tat alles daran, den Erfolg des Unternehmens weiterlaufen zu lassen. 1929 verlegte er den Firmenstandort aus dem Hof in Balde neben sein neu erbautes Wohnhaus auf der Leimstruth, direkt gegenüber auf der anderen Seite des dortigen Bahnhofs. Außerdem erweiterte er das Unternehmen um eine Kunststein- und Terrazzowerkstatt.

Auf den steigenden Bedarf an Heizungsmaterial reagierte er, indem er neben den bisher schon angebotenen Baustoffen auch Kohlen und Briketts anbot. In den 1930er und 1940er Jahren führte Wilhelm Höse das Baugeschäft kontinuierlich weiter. Zwar gab es in den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 wirtschaftliche Rückschläge, mit einem starken Rückgang der Beschäftigtenzahl, aber sein ungebrochener Unternehmergeist half ihm, auch diese Jahre zu überstehen.

Die Zeit von 1940-1950

Die Suche nach einem Nachfolger

Wilhelm Höse hatte neben den großen Herausforderungen der Kriegszeit, auch mit privaten Schicksalsschlägen zu kämpfen. Sein ältester Sohn Willi hatte durch einen tragischen Unfall in jungen Jahren beide Beine verloren und war hierdurch stark gehbehindert. Der zweite Sohn Günter fiel als Soldat 1944 in Frankreich.

Somit war früh klar: Aus der eigenen Familie wird kein legitimer Nachfolger das Baugeschäft übernehmen. Der Krieg mit seinen schlimmen Folgen gehörte nun der Vergangenheit an und für die Überlebenden galt es, einen Neuanfang zu wagen. Wer würde da aufgeben wollen? Diese Aufbruchsstimmung nahm Wilhelm Höse in seiner unternehmerischen Tätigkeit mit und setzte die Hoffnung auf die nachfolgende Generation in der Leitung seines Unternehmens. Ab 1950 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Ein brauchbarer Nachfolger musste her: Und den hatte Wilhelm Höse in Richard Berge gefunden. Der 1919 in Berghausen geborenen Kaufmann Richard Berge war mit der Enkelin des Firmengründers, Gertrud Bender aus Balde, verheiratet. Wilhelm Höse war von seinen Talenten völlig überzeugt.

Als Wilhelm Höse am 18. Dezember 1952 verstarb, übernahm Richard Berge ab Januar 1953 die Leitung des Baugeschäftes auf der Leimstruth, welches fortab unter dem Namen „Wilhelm Höse Nachfolger“ firmierte.

Bei BERGE-BAU bin ich angekommen – beruflich, aber auch menschlich.

Michael S. (39), Elektriker

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