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< Mit neuem Logistikzentrum im Zeitplan
28.08.2014 09:41
Von: Björn Weyand (SZ)

Lidl bekommt noch mehr Platz

Arbeiten am Ederzentrum schreiten gut voran / Zeitplan hängt vom Winter ab Allein die Zahl von 400 Tonnen Baustahl, die hier verbaut werden, ist schon sehr beeindruckend.


Der Discounter im Untergeschoss wird über eine Rampe zu erreichen sein, das Erdgeschoss liegt auf der Höhe der Straße, im Obergeschoss entstehen zwölf Wohnungen.

Der Discounter im Untergeschoss wird über eine Rampe zu erreichen sein, das Erdgeschoss liegt auf der Höhe der Straße, im Obergeschoss entstehen zwölf Wohnungen.

„Ganz schön warm!“, sagt Lothar Hackler und wischt sich die Schweißperlen von der Stirn. Von oben brennt die Sonne auf den Helm des Poliers der Firma Berge Bau, der gerade noch Beton auf der Decke des Untergeschosses des künftigen Ederzentrums verteilt hat. Besser als Regen sei der Sonnenschein aber allemal. Den hatte die Kolonne, zumeist zehn bis zwölf Mann stark, nicht immer in diesem Sommer, aber die Arbeiten schreiten dennoch gut voran, wie Lothar Hackler zufrieden verrät. Mal abgesehen von der Größe sei das Ederzentrum, mit rund 4000 Quadratmeter Fläche in drei Geschossen ja etwa doppelt so groß wie die Eder-Arkaden, ein ganz normaler Rohbau. Dennoch: Schon alleine die Zahl von rund 400 Tonnen Baustahl, die in diesem Gebäude, das zum Teil Einkaufszentrum, zum kleineren Teil Wohnhaus wird, verschwinden werden, ist beeindruckend.

Obwohl die ursprüngliche Grundfläche von 1900 Quadratmetern im Untergeschoss bereits recht üppig bemessen war, wollte Lidl noch weitere 250 Quadratmeter haben. So wächst das Ederzentrum bald noch einmal mehr, auch wenn für die Erweiterung bisher noch keine Baugenehmigung vorliegt. Lidl ist der Hauptmieter für das Ederzentrum, im Erdgeschoss sind derzeit ein Bäcker und eine Büronutzung fix. Hier gibt es noch freien Raum. Etwa 25 Prozent der Gesamtfläche seien noch unbelegt, erklärt Projektleiter Matthias Heß. Wer also noch auf der Suche nach gewerblicher Fläche in Erndtebrück ist, der kann hier in dieser Bauphase noch ein kräftiges Wort bei der Gestaltung mitreden. Im zukünftigen Ederzentrum sind also noch Ladenflächen mit Schaufenster zu haben. In dieser Woche laufen die Betonierarbeiten für die Decke des Untergeschosses, wenn die fertig ist, können bald auch die unzähligen Stützen entfernt werden, die ja derzeit noch auf der Lidl-Ebene für Statik sorgen. Bereits jetzt ist schön zu erkennen, dass das Erdgeschoss auf Höhe der Straße liegen wird, die Geschäfte und Büros dort sind über Treppenstufen oder barrierefrei zu erreichen. Hier sind einige Parkplätze direkt vor der Ladentür vorgesehen, weitere entstehen unten auf der Lidl-Ebene, über eine Rampe sind diese zu erreichen. Doch das ist reine Zukunftsmusik. Im Augenblick ist hier nur Platz für Bagger und für Kräne.

Durch die von Lidl gewünschte Erweiterung, die mitten in der ersten Bauphase in die Pläne integriert werden musste, ist der Zeitplan ein wenig durcheinander gewirbelt worden. Ziel ist trotzdem, dass Lidl Ende 2015 einziehen kann. Freilich hänge in Wittgenstein alles etwas vom Wetter ab, meint Matthias Heß. Wenn an Weihnachten das Dach auf dem Gebäude sei, könne in den Wintermonaten auch gut weitergearbeitet werden. Gibt es einen frühen und heftigen Wintereinbruch, könnte dies alle Pläne über den Haufen werfen. Durch die Erweiterung verlängere sich die Bauzeit sicher um zwei Monate, erläutert Matthias Heß. Allerdings könne ja der Lidl durchaus im Untergeschoss öffnen, wenn im Obergeschoss die zwölf Wohnungen noch ausgebaut würden. Zehn davon sind vorreserviert – die potenziellen Mieter planen weit im Voraus, denn vor Anfang 2016 werden sie hier wohl kaum einziehen können.




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