Mit neuem Logistikzentrum im Zeitplan >
< Material unter ein Dach bringen
10.07.2014 09:37
Von: Eberhard Demtröder (WP)

Ederzentrum wächst – auch bei Dauerregen

Mit Pumpe gegen das Grundwasser. Lidl wünscht sich mehr Platz für Discounter im Untergeschoss


Bodenplatte, Wände und Stützen werden vor Ort aus Beton gegossen. Insgesamt wird das neue Wohn- und Geschäftshaus dreigeschossig.

Bodenplatte, Wände und Stützen werden vor Ort aus Beton gegossen. Insgesamt wird das neue Wohn- und Geschäftshaus dreigeschossig.

Die neue Lidl-Filiale im Ederzentrum an der Siegener Straße könnte deutlich größer ausfallen als ursprünglich geplant. Rund 1.600 Quadratmeter für Verkauf und Nebenräume waren ursprünglich dafür vorgesehen –im Untergeschoss, das gerade in Beton-Bauweise entsteht. Doch nun gibt’s von Seiten des Discounter-Betreibers offenbar den Wunsch nach mehr.

200 zusätzliche Quadratmeter

Die Rede ist von rund 200 zusätzlichen Quadratmetern Verkaufsfläche. Ob das baulich, rechtlich und finanziell tatsächlich möglich ist – das werde gerade in Gesprächen mit allen Beteiligten vom Investor bis zur Genehmigungsbehörde geprüft, so Matthias Heß, Projektleiter des Erndtebrücker Bauunternehmens Berge-Bau.

Im Augenblick liegen die Bauarbeiten „im Zeitplan", betont Bauleiter Lothar Hedrich – und das trotz widriger Witterung. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2015 soll der gesamte Gebäudekomplex mit seinen drei Etagen eröffnet werden.

Regen ohne Ende – doch das zehnköpfige Team um Polier Lothar Hackler stört das wenig. Schließlich muss es vorangehen mit den Betonarbeiten für das Untergeschoss, die gerade auf Hochtouren laufen. Mittlerweile ist die Bodenplatte gegossen, die Wände wachsen. Rund 400 Tonnen Stahl und etwa 3.000 Kubikmeter Beton werden nach und nach verbaut.

„Seit gut 60 Tagen" sei man vor Ort aktiv, schildert Polier Lothar Hackler den aktuellen Stand der Dinge, und habe bei den Erd- und Ausschachtungsarbeiten immerhin rund 8.000 Kubikmeter Boden bewegt: Der alte musste ‘raus – und neuer, felsiger ‘rein, um ein tragfähiges Fundament zu bilden.

Etappenziel: Rohbau bis zum Winter

Am Rand der riesigen Baugrube brummt’s. Und das hat auch einen guten Grund. „Eigentlich laufen die Tauchpumpen immer, um den Grundwasser-Spiegel abzusenken“, so Polier Lothar Hackler. Sonst wäre das Arbeiten auf der Baustelle auch nur eingeschränkt möglich.

Eine Pumpe wird später aber wohl auch zum Inventar des fertigen Wohn- und Geschäftshauses gehören, erklärt Polier Hackler – und zwar für die Laderampe zur Andienung des Discounters, die ebenfalls gerade entsteht. Dieser Bereich liege etwas tiefer als die benachbarte Eder – und müsse künftig bei Bedarf auch schnell entwässert werden können. Die Bodenplatte des übrigen Gebäudekomplexes dagegen befindet sich deutlich über dem Niveau eines möglichen Eder-Jahrhunderthochwassers. Ungewöhnlich sei es in der Praxis übrigens nicht, so Hackler, dass große Gebäude ganz speziell gegen Grund und Hochwasser geschützt werden müssten. So sei zum Beispiel die Tiefgarage der Eder-Arkaden gegen das Eindringen von Wasser abgeschottet.

Wichtiges Zwischenziel für die Baufirma bleibt der Rohbau samt Dach bis zum nächsten Wintereinbruch. Innerhalb einer solchen „wetterfesten Hülle“ könnten sich Fachfirmen dann in Ruhe dem Innenausbau widmen.

Baukranferngesteuert

Inzwischen ist der Regenheftiger geworden. Doch das Team auf der Baustelle macht unverdrossen weiter. Klar, dass man sich die Aufgaben teilt. Reiner Jana zum Beispiel ist mit Hammer und anderem Werkzeug unterwegs, um die variablen Schalungselemente aus Stahl passend zusammenzustellen. Und Patrick Jansohn greift sich die fertigen Elemente mit Hilfe des großen Turmkrans auf der Baustelle, um sie an jene Positionen zu bugsieren, wo sie später benötigt werden. Einen Kranführer braucht Jansohn dafür übrigens nicht – das erledigt er selbst vom Boden aus, per Fernsteuerung.

Ein paar Meter weiter gerade von drei Mitarbeitern umlagert: ein aufgeklappter Kasten, in dem der aktuelle Bauplan hängt – damit wenigstens der trocken bleibt bei diesem Sauwetter auf der Baustelle...

 

 




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