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26.04.2013 15:18
Von: Christian Völkel (SZ)

Windpark nimmt Fahrt auf

Bad Laasphe | Hesselbach Alle sechs Baustellen sind über Wege bereits erschlossen


Mit einem Autokran wurden die Ankerkörbe vom Transporter gehoben.

Mit einem Autokran wurden die Ankerkörbe vom Transporter gehoben.

Ernst Knebel ist zufrieden: Alle sechs Baustellen seien jetzt über eine ordentliche Zuwegung zu erreichen. Sauber beschildert von der Kreisstraße 34, die für die Dauer der Bauarbeiten in den nächsten Monaten ab Bad Laasphe als Einbahnstraße geführt wird (Siegener Zeitung berichtete).

Der Oberbauleiter der Firma Berge-Bau arbeitet mit seinen Kollegen und schwerem Gerät aktuell an einem Projekt, das im Banfetal neue Maßstäbe in Sachen erneuerbare Energien setzen wird. Es sind die wichtigen Vorarbeiten für sechs Windkraftanlagen der Wittgenstein New Energy GmbH, die in den nächsten Monaten installiert werden sollen. Sechs gewaltige Windmaschinen vom norddeutschen Hersteller Vestas Wind Systems, allesamt mit einer Nabenhöhe von 140 Meter ausgestattet, die wiederum auf Fundamente mit einem Durchmesser von jeweils 26 Meter gestellt werden. Schwer vorstellbar, aber in Deutschland keine Seltenheit mehr.

Berge-Bau hat den Auftrag für den Wegebau, die Erdarbeiten, die Schaffung der Kranstellplätze und die Leitungsverlegung bekommen. Denn: Der Strom, der aus der Windkraft gewonnen wird, soll von den Anlagen zu einer Übergabestation in Bad Laasphe transportiert und dann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Nicht von ungefähr sprach Berge-Bau-Geschäftsführer Ecki Hof gestern vor Ort von einem „interessanten und zugleich spannenden Auftrag für uns“. Er sei absolut dankbar dafür, dass der Investor den heimischen Unternehmen das Vertrauen schenke, die mit viel Herzblut bei der Sache seien.

Der Investor, das ist Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der - wie mehrfach berichtet – das Mill.-Projekt von langer Hand vorbereitet und stets transparent gestaltet hatte: „Wir haben den Winter dazu genutzt, um unsere Hausaufgaben zu erledigen.“ Das sei auch notwendig gewesen, weil man mit einer relativ kleinen Mannschaft am Werk sei. Ein ganz wichtiger Aspekt für den Unternehmer: Die Wertschöpfung sollte nach Möglichkeit in der Region bleiben, er setze auf die Unternehmen vor Ort.

Gesagt, getan. Nach dem langen Winter sind die Männer von Berge-Bau mit großem Einsatz dabei, die verloren gegangene Zeit wieder aufzuholen. Die ersten Erdarbeiten starteten bereits, als zumindest in den Höhenlagen die Schneereste noch nicht ganz verschwunden waren. Die Dimensionen, in denen im Dreieck zwischen Bad Laasphe, Hesselbach und Banfe gearbeitet wird, sind gewaltig. Die riesigen Löcher, in die in Kürze der Beton laufen wird, locken täglich zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer an.

Allerdings genießt vor Ort die Sicherheit an der Baustelle höchste Priorität. Das ist auch der Grund dafür, warum für die K 34 die Einbahnstraßenregelung eingeführt wurde. Es solle nicht zu gefährlichem Begegnungsverkehr mit den Baustellenfahrzeugen kommen, betonte Cliff Reppel, der für Prinz Wittgenstein die Bauleitung übernommen hat, im Gespräch mit der SZ.

Nach jetzigem Stand der Dinge könne man davon ausgehen, dass der Bau der Windräder an den Standorten „Wipper Camp“, „Spreitzkopf“, „Großer Alertsberg“, „Grahberg“, „Wartholzkopf“ und „Alter Sportplatz“ wohl Ende Juni, Anfang Juli begonnen werde. Dann werden Transporter die Stahlelemente den Armen Mann hinauf zu den Baustellen karren, die dann wiederum von leistungsstarken Kränen auf ihre Position gehoben werden.

Bis die Anlagen danach ans Netz gehen, werden noch einige Wochen vergehen. Auch die Tatsache, dass die Baumaßnahmen am künftigen Windpark ausgerechnet am Spreitzkopf begonnen haben, der als Standort in Hesselbach intensiv diskutiert wurde, konnte Cliff Reppel schlüssig erklären: Es gehe hier definitiv nicht darum, den Hesselbachern eine Retourkutsche zu verpassen, sondern schlicht um die kürzesten Zuwegungen.




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