Nach dem Abriss folgt bald der Umzug des alten Rewe >
< Raus aus der Schule – rauf auf den Bagger
05.10.2015 11:33
Von: Björn Weyand (SZ)

Viele Ideen für zusätzlichen Platz

Der Neubau zur Erweiterung der Firma Patronenbob am Hermannsteg ist angelaufen „Wir können künftig zwischen 2000 und 2500 Europaletten lagern“, stellte Daniel Kunze fest, „wir erfinden uns damit durchaus neu.“


Am Hermannsteg in Feudingen bewegt sich derzeit eine Menge. Hier baut die Firma Patronenbob eine neue Halle mit Bürotrakt. Bauherr Daniel Kunze (M.) freut sich auf die Zusammenarbeit mit (v. l.) Thomas Wied (Baufirma Wied aus Feudingen), Carsten Blecher (Sinner GmbH aus Hilchenbach), Alexander Bicher (Berge-Bau) sowie Peter Rothenpieler (Firma Rothenpieler aus Oberndorf). Foto: Firma

Am Hermannsteg in Feudingen bewegt sich derzeit eine Menge. Hier baut die Firma Patronenbob eine neue Halle mit Bürotrakt. Bauherr Daniel Kunze (M.) freut sich auf die Zusammenarbeit mit (v. l.) Thomas Wied (Baufirma Wied aus Feudingen), Carsten Blecher (Sinner GmbH aus Hilchenbach), Alexander Bicher (Berge-Bau) sowie Peter Rothenpieler (Firma Rothenpieler aus Oberndorf). Foto: Firma

bw ■  Über die Pläne der Firma Patronenbob für den Bau einer neuen Betriebshalle am Feudinger Hermannsteg berichtete die Siegener Zeitung bereits im April. Allerdings stand damals noch eine Hürde vor der Realisierung: Geschäftsführer Daniel Kunze hatte damals zunächst ein fast 5500 Quadratmeter großes Grundstück im Industriepark Wittgenstein in Schameder erworben, um den Sitz des Unternehmens dorthin zu verlagern. Nicht, weil die Firma nicht am Standort in Feudingen hätte bleiben wollen, sondern weil am Hermannsteg zu der Zeit keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden. Genau die eröffneten sich dann indes, als Christian Womelsdorf dem Patronenbob-Geschäftsführer das direkte Nachbargrundstück anbot.

Innerhalb von einer Woche hatten sich die beiden Unternehmer auf einen Tausch geeinigt: Daniel Kunze sollte das Areal am Hermannsteg erhalten, dafür würde Christian Womelsdorf die Fläche im Industriepark übernehmen. „Das macht auch Sinn“, meinte der Patronenbob-Geschäftsführer. Sein Unternehmen könne am alten Standort expandieren. Allerdings gestaltete sich der Tausch schwieriger als gedacht, vor allem langwieriger, weil sich durch das Vermarktungsbüro DSK die Abwicklung verzögerte. Daniel Kunze meinte im Gespräch mit der SZ im April: „Wenn die DSK noch vier oder sechs Wochen weitertrödelt, verschiebt sich unser Neubau ins neue Jahr.“ Und was ist draus geworden?

Nach dem Bericht der Siegener Zeitung sei die ganze Angelegenheit doch rasch ins Rollen gekommen, meinte Daniel Kunze in dieser Woche im SZ-Gespräch. Nach dem Artikel am Samstag sei montags der Termin beim Notar vereinbart worden. Inzwischen ist das alte RWE-Gebäude am Hermannsteg längst abgerissen und die vorbereitenden Erdarbeiten für den Neubau der zweiten Patronenbob-Halle laufen derzeit auf Hochtouren. „Endlich geht es los nach einer langen Verzögerung“, freute sich der Patronenbob-Geschäftsführer. Ziel sei die Eröffnung im Januar – dafür müsse jedoch die Witterung in den kommenden zwei bis drei Wochen passen. Wenn bis Ende November auch der Rohbau des Bürotraktes steht, könnte mit dem Stahlbau der Halle begonnen werden. Sollte das Wetter nicht mitspielen, könne sich die Inbetriebnahme auch bis April verzögern, berichtete Daniel Kunze. Für sein Unternehmen ist die Erweiterung ein großer Schritt. Die alte Halle platzt inzwischen aus allen Nähten, hier ist Platz für 500 Europaletten auf einer Nutzfläche von 1400 Quadratmetern.

Mit dem Neubau („Anbau ist sicher das falsche Wort“) kommen ca. 1650 Quadratmeter hinzu, davon 550 Quadratmeter als Büroräume. „Wir können künftig zwischen 2000 und 2500 Europaletten lagern“, stellte Daniel Kunze fest, „wir erfinden uns damit durchaus neu.“ Bisher verlassen rund 500 Sendungen mit Druckerpatronen oder Tonern pro Tag den Betrieb, im Jahr verkauft das Unternehmen rund zwei Mill. Tintenpatronen und etwa 400 000 Toner. Ab 2017 hofft Daniel Kunze auf einen täglichen Absatz von 1000 bis 1500 Sendungen. Mit dem neuen Platz will das Unternehmen zudem seine Produktpalette erweitern und künftig auch in den Vertrieb von Reisekoffern einsteigen. „Das haben wir 2011 schon mal gemacht“, berichtete Daniel Kunze. Da sei die Nachfrage groß. Außerdem gebe es sicher noch weitere Ideen. Allerdings ist und bleibt das Hauptgeschäft sicher der Handel mit Druckerpatronen und Tonern. „Da rennen uns die Leute die Bude ein.“ Hier habe sich der Markt gewandelt, denn mittlerweile sei Qualität zu günstigen Preisen wieder gefragt. Da könne die Patrone auch mal etwas teurer sein, solange die Qualität stimmt und sie noch deutlich unterm Preis für die Originalpatrone bleibt. Künftig will Daniel Kunze auch den Verkauf von Druckern, quasi das Gesamtpaket, weiter ausbauen. „Mit der neuen Halle schauen wir über den Tellerrand hinaus. Potenzial für das Unternehmen ist auf jeden Fall genügend vorhanden.“ Auch ein Minishop wird hier eingerichtet, denn bislang ist der Direktverkauf am Hermannsteg ohne Vorbestellung eigentlich nicht gewünscht. „Wer zu uns kommt, dem wird in Zukunft geholfen“, versprach Daniel Kunze.

Beim Neubau setzt Patronenbob auf die heimischen Anbieter. Daniel Kunze hatte sich zwar bundesweit umgeschaut, freilich konnte kein auswärtiges Unternehmen mit den Bauunternehmen sowie Handwerkern vor Ort mithalten. „Die lokalen Unternehmen konnten sich da konkurrenzfähig aufstellen und boten einfach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis“, erklärte der Patronenbob-Geschäftsführer. Beteiligt sind die Firmen Berge-Bau, Wied-Bau, Rothenpieler Heizungsbau und Sinner Stahlbau. Die neue Halle wird energetisch auf dem neuesten Stand sein mit Pelletheizung, Solarthermie und Photovoltaikanlage. „Der Bau ist sicher eine Mammutaufgabe“, sagte Daniel Kunze zu der wichtigen strategischen Entscheidung. Übrigens: Er habe sehr positive Rückmeldungen aus Feudingen bekommen, dass Patronenbob nun doch am Hermannsteg bleibt. Und auch die Unterstützung der Stadt sei sehr gut gewesen.




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