Dr. Hermann Brünjes war bei den Laasphern beliebt >
< Großzügiges Geschäft mit klassischem Charme
24.03.2016 09:21

Das Brünjes-Haus wird verarztet

Bad Laasphe  Berge Bau schafft in dem fürstlichen Stadtgebäude sechs Eigentumswohnungen


Projektentwickler Berge Bau macht aus dem alten Brünjes-Haus in der Bad Laaspher Altstadt sechs Eigentumswohnungen. Foto: Archiv

Projektentwickler Berge Bau macht aus dem alten Brünjes-Haus in der Bad Laaspher Altstadt sechs Eigentumswohnungen. Foto: Archiv

Dr. Hermann Brünjes arbeitete vor fast 100 Jahren als angesehener Arzt in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Bad Laaspher Königstraße 43. Jetzt wird das Haus selbst verarztet. Denn das heimische Bauunternehmen Berge Bau lässt aus dem fürstlichen Stadtgebäude, das 1868 vom Hofapotheker Bilgen errichtet wurde, sechs moderne Eigentumswohnungen entstehen. Den Tipp für eine neue Nutzung des stadtbildprägenden Hauses mit den spiegelnden Butzenscheiben und der mit Engeln reich verzierten Holzfassade gaben die beiden Alt-Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Becker und Otto Düsberg vor drei Jahren. Da besuchten die beiden politischen Urgesteine die Firma Berge Bau und baten Geschäftsführer Eckehard Hof, sich doch dieses ehrwürdigen Hauses anzunehmen.

Eckehard Hof wiederum nahm Kontakt zu Elisabeth Krause auf, die betagte Tochter von Dr. Hermann Brüntjes. Sie machte aber unmissverständlich deutlich, dass sie nach ihrem Aufenthalt im Seniorenheim gerne wieder zurück in die Königstraße wolle. Inzwischen, das verriet Eckehard Hof gestern vor Ort, habe sich die Erbengemeinschaft mit der Bitte an ihn gewandt, sich des Gebäudes anzunehmen. Für Berge Bau ist die Sache mit dem denkmalgeschützten Haus in der historischen Alstadt Neuland, dennoch holte sich das Unternehmen als Projektentwickler die richtigen Partner ins Boot: Paul Schubert als Bad Laaspher Architekt für die Konzeptentwicklung, dann Wolfgang Zoche als Denkmalbeauftragter der Stadt und Bauleiter im Ruhestand, die Stadt Bad Laasphe mit Manuela Manske vom Bauamt sowie den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) – oder das „Denkmalamt in Münster“, wie man früher zu sagen pflegte.

Eckehard Hof hob gestern die hervorragende und unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligter hervor. „Schneller und zuverlässiger als Sie geht nicht“, lobte Eckehard Hof Manuela Manske. Ein großes Dankeschön ging auch an Christian Steinmeier vom LWL. „Hier war ein pragmatischer Fachmann am Werk.“ Als Ex-Berge-Bau’ler ist auch Wolfgang Zoche genau der richtige Mann. „Ohne seinen Fachverstand wären wir nie an das Gebäude rangekommen“, stellte Eckehard Hof fest. Und schließlich machte Paul Schubert ordentliche Arbeit: Die Zuschnitte für die sechs modernen Eigentumswohnungen von 59 bis 116 Quadratmeter passen.

Moderner Wohnraum entstehe, dabei werde aber der Charme des Denkmals erhalten, erläuterte Eckehard Hof. Wer sich gestern nach Betrachten der sanierungsbedürftigen Außenfassade den Innenbereich anschaute, der kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Substanz des Hauses ist sehr gut, ebenso das Raumklima in den vielen Zimmern. Hier und da schauen alte Holzdielen unter dem Teppichboden heraus, die Fenster haben ihren Reiz, ebenso die einzigartige Höhe der Räume.

Das Gebäude vermittelt schon beim Betreten ein gewisses fürstliches Flair. Die Treppe ins obere Stockwerk ist außergewöhnlich breit, alle Zimmer sind hell. „Wir machen alles komplett auf neu“, so Eckehard Hof. Die sechs Eigentumswohnungen haben private Investoren aus der hiesigen Umgebung erworben. Sie wiederum bieten die Objekte nach ihrer Fertigstellung zur Miete an.

Auf eine Besonderheit machten Eckehard Hof und Paul Schubert aufmerksam: Jede Wohnung bekomme im „Hinterhof“ einen 30 bis 50 Quadratmeter Gartenbereich sowie Carport- und weitere Stellplätze. „Es macht Sinn, sich mit einem Denkmal zu beschäftigen“, betonte Eckehard Hof. Es werde sich ja mal über Behörden beschwert, aber hier sei alles „schnell und kooperativ“ gelaufen.

Das Bauunternehmen Berge Bau betritt Neuland mit den Auflagen und Möglichkeiten eines denkmalgeschützten Gebäudes Neuland. Jetzt liegt es an Berge-Bauleiter Alexander Bicher und seinem Team, das Werk „Brünjes-Haus“ zu vollenden. Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu zählt auch der Anschluss an das KWK-Nahwärmeprojekt in der Altstadt. Eckehard Hof abschließend: „Wir haben hiermit eine Möglichkeit, auf Dauer ein bisschen was weiter zu bewegen.“




AMS BAU - Arbeitsschutzmanagementsystem der BG BAU
Bauunternehmen BERGE-BAU - ... seit 125 Jahren Bauen und Ideen
Golfclub 'Wittgensteiner Land'
Pro-Verkehrsanbindung-Wittgenstein - Realisierung der 'route 57' von Kreuztal bis Erndtebrück!
Leben + Wohnen an der Dill - Bebauung des Pertuisplatzes in der Innenstadt von Herborn (Berge-Bau GmbH & Co. KG + Winkel & Partner)