Reste eines Wehrturmes freigelegt

Ausgrabungen an historischer Laaspher Stadtmauer beendet - Verlauf der Befestigung dokumentiert

Bad Laasphe. (buk) Nur für kurze Zeit kamen bei Bauarbeiten die Reste der mittelalterlichen Laaspher Stadtmauer auf dem Hinterhof der Firma Treude und Metz in der Altstadt wieder aus dem Erdreich zum Vorschein.

Fundamente des gesuchten Laaspher Wehrturmes konnten freigelegt werden
Die Vermutung hat sich bewahrheitet: Am Mittwoch konnten Fundamente
des gesuchten Stadtturms freigelegt werden. (WR-Bild: buk)

Auf Genehmigung des Westfälischen Museums für Archäologie hin wurden Anfang diesen Monats Fundamente der Befestigungsanlage freigelegt.

Nun sollen die Fundamente wieder zugeschüttet werden, nachdem dort am Mittwoch auch Reste eines dort noch vermuteten Stadtturms gefunden werden konnten.

Anders als angenommen muss dessen Durchmesser nicht sechs, sondern acht Meter betragen haben, erklärte Wolfgang Göbel von der Firma BERGE-BAU im WR-Gespräch. Die Mauerstärke des Turms betrug 1,35 Meter. Vollständig wurden die Turmreste nicht freigelegt, da es lediglich darauf ankam, seine genaue Position zu bestimmen, bevor das Gelände wieder zugeschüttet werden kann. Außerdem hatte ein Starkstromkabel weitere Ausgrabungen verhindert. Mit den Ausgrabungsarbeiten an dem Stadtturm war bereits am Dienstag begonnen worden.

Nach der Zuschüttung des Ausgrabungsgeländes soll auf dem Firmengelände ein Pflaster verlegt werden, das den genauen Mauerverlauf darstellen soll. Angedacht ist auch, nach der Umgestaltung des Firmengeländes eventuell durch einen Schaukasten auf die historische Bad Laaspher Stadtbefestigung hinzuweisen, sagte der Bad Laaspher Bauamtsmitarbeiter Walter Davidis der WR.

Nach der Zuschüttung dieser Reste der Stadtmauer wird zunächst wohl das Laaspher Wappen das sichtbarste Zeugnis der vollständigen Befestigung sein, die die Stadt einst umgab. Das Wappen zeigt die silberne Stadtmauer, überragt von zwei silbernen Zinnentürmen, zwischen denen ein silberner, mit zwei schwarzen Pfählen belegter Schild schwebt, der das Wittgensteiner Wappen symbolisiert.


Westfälische Rundschau
Westfälische Rundschau (27.07.2006)

   
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