Was ist draus geworden?

Stichwort: Gewerbegebiet in den Feudinger Espen

Feudingen. (jg) Das Gewerbegebiet in den Feudinger Espen hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder für kleinere Probleme gesorgt. Da war etwa das Wohnhaus, das mitten zwischen den zwei Teilen des Gewerbegebietes lag, und dessen Besitzer lange Zeit auf eine Baugenehmigung für ein neues Haus warten musste. Ein Riesen-Areal von rund 33.000 Quadratmetern hatte sich die Laaspher Bosch-Brauerei in 2000 gesichert. Ende 2004 berichtet die Siegener Zeitung dann aber darüber, dass der ursprüngliche Kauf rückabgewickelt worden war. Und was ist draus geworden?

Baufortschritte im Gewerbegebiet in den Feudinger Espen
Carola Friedrich, der zuständige Polier Norbert Dreisbach und Dierk Friedrich nahmen
zuversichtlich die Baufortschritte in den Feudinger Espen am Mittwoch unter die Lupe.
(SZ-Foto)

Umzug in Feudingen: Schneider-Transporte

Wenigstens auf einer 3.000 Quadratmeter großen Teilfläche des Gebietes tut sich derzeit etwas. Das Feudinger Unternehmen Schneider-Transporte lässt eine Lkw-Halle oberhalb der Landstraße 719 zwischen Feudingen und Volkholz in dem Gewerbegebiet bauen. Die Anfänge der Firma liegen im Jahr 1996. Damals entstand der Kurierdienst Doris Schneider, Anfang 2000 wurde daraus durch das Eintreten des Gesellschafters Dierk Friedrich das Transportunternehmen Doris Schneider und Dierk Friedrich, seit 2004 heißt das Ganze Schneider-Transporte und der ursprünglich aus Wingeshausen stammende Dierk Friedrich ist nun der alleinige Inhaber.

Einige Mitarbeiter, ansehnlicher Fuhrpark

Den deutlichen und weiter anhaltenden Aufwärtstrend der Firma erkennt man, wenn man sich von dem 35-jährigen Firmenchef den aktuellen Mitarbeiterstab aufzählen lässt: "Derzeit beschäftige ich sechs sozialversicherungspflichtige Vollzeitkräfte als Fahrer sowie vier weitere Aushilfsfahrer. Ferner gehören zwei Aushilfen für Büroarbeit und eine Aushilfe als Reinigungskraft zum Unternehmen." Und er sucht schon wieder einen neuen Fahrer. Auch der Fuhrpark kann sich sehen lassen, wenn man überlegt, dass es vor elf Jahren mit einem Kurierdienst und einem Auto anfing. Heute sind es drei Lkw und Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen, ein Lkw und Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen, ein Dreieinhalb-Tonnen-Klein-Lkw, ein Pkw für Kurierfahrten, zwei Pkw-Anhänger und schließlich zwölf Wechselbrücken. Seit drei Wochen wird in dem Gewerbegebiet gebaut, entstehen soll hier eine 15 mal 13 Meter große Lkw-Halle. Hier können dann auch Reparaturen durchgeführt werden, zudem soll die Ladung hier umgeladen werden. Seit Februar/März nennt die Firma das Grundstück ihr eigen, danach musste noch die Baugenehmigung abgewartet werden. Für das Unternehmen ist es trotz seiner noch kurzen Geschichte schon der vierte Umzug. Aus dem Privathaus Schneider ging es innerhalb Feudingens weiter zu den Gebäuden der ehemaligen Firmen Daxorol und Otto. Doch zu dicht an der Wohnbebauung gab es für das Transport-Unternehmen am Ende zu viele Beschränkungen für die Arbeit. "In der Branche arbeitest du von 0 bis 24 Uhr", so Dierk Friedrich.

Erfüllung eines Kindheits-Traums

Eigentlich hätte er mit diesem Schritt noch ein bisschen gewartet, so der Jung-Unternehmer. Doch jetzt freue man sich auf die neue Halle, die ein vernünftiges Arbeiten soviel einfacher mache, ergänzt seine Ehefrau Carola. Die 31-Jährige ist eine waschechte Feudingerin und arbeitet natürlich im Betrieb mit. Für den Chef erfüllt sich mit der Halle auch ein Traum, schon sein Vater sei Lkw-Fahrer gewesen und deshalb habe er sich solch ein Transport-Unternehmen immer gewünscht, erläutert Dierk Friedrich. Im Einsatz ist seine Firma in ganz Deutschland und sehr viel in der Schweiz. Schneider-Transporte fährt nämlich für die DHL Schweiz. Dort sind die Wittgensteiner etwa für den Krankenhausbedarf zuständig, sie müssen zusichern, dass eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden jedes Krankenhaus in der Eidgenossenschaft erreicht.

Umzug bis Ende August über die Bühne

Für den Neubau greifen die Wittgensteiner nur auf heimische Firmen zurück, das sei ihnen ganz wichtig: Die Hallen-Planung etwa stammt vom Laaspher Paul Schubert. Die Halle soll bis Ende des Monats stehen. Ende August soll der komplette Umzug aus der Ortsmitte in die Espen über die Bühne gegangen sein.


Siegener Zeitung
Siegener Zeitung (08.06.2007)

   
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