Brückenschlag über die Eder
Ab Samstag sind die Arkaden
mit dem Mühlenweg
verbunden
Erndtebrück. (sz) Sie ist
17,40 Meter lang, 2,80
Meter breit und rund zwölf Tonnen
schwer und als einteilige Schweißkonstruktion konstruiert:
die "Ederbrücke", jene besondere Fußgängerbrücke,
die das neue Einkaufszentrum "Ederarkaden"
mit dem Mühlenweg verbindet. Entstanden ist das Projekt laut
Pressemitteilung in einer Gemeinschaftsarbeit des Siegener
Architekturbüros
Schneider (Planung), der Firma BERGE-BAU in
Leimstruth (Statik und Fundamente) und der Schlosserei
Baumhoff in Attendorn (Detailplanung, Produktion und Montage). Demnach
wurde die Brücke innerhalb
eines Zeitfensters von nur sechs Wochen geplant und als Sonderkonstruktion
angefertigt.

Gut möglich, dass die Montage dieser einteiligen Schweißkonstruktion
morgen vor großer Zuschauerkulisse in der Erndtebrücker Ortsmitte
über
die Bühne geht.
(Foto: BERGE-BAU)
Die einteilige Schweißkonstruktion ist
17,40 Meter lang,
2,80 Meter breit und etwa zwölf Tonnen
schwer.
"Die Langlebigkeit der Fußgängerbrücke
wird erzielt durch eine Feuerverzinkung in einem Spezial-Zinkbad
in Riedberg (Seppeler Gruppe Lennestadt mit Hauptsitz in Riedberg),
durch einmaliges Eintauchen in die 450 Grad Celsius heiße
Zink-Flüssigkeit. Die Seppeler Gruppe ist derzeit die einzige
Verzinkerei in der Umgebung,
die ein Verzinkungsbecken in dieser Größenordnung
besitzt.
Die Haupt-Rohrprofile in einem
Durchmesser von 406 Millimeter stammen aus dem Erndtebrücker
Eisenwerk.
Die Schlosserei Baumhoff verfügt nach eigenen Angaben über
großes Know-how im Bereich der Schnittstelle einer Schlosserei
zu einem Stahlbau-Unternehmen. "Unser Leistungsspektrum
und eine über 30-jährige Erfahrung, in Verbindung mit
moderner CAD-Technik, versetzen uns in die glückliche Lage,
Konstruktionen wie Brücken, Laufstege, Treppenanlagen oder
Anbau-Balkone als Sonderkonstruktionen termingerecht und preisgünstig
anzubieten", so Geschäftsführer Bernd Balve.
Ein schwerer Sattelschlepper ist für den Transport
in die Verzinkerei nach Riedberg zuständig und transportiert diese
wiederum zum Montage- und Standort nach Erndtebrück. Die aufwändige
Montage findet morgen, Freitag 27. Juni, in Erndtebrück statt.
Fundamente und Widerlager sind vor Ort vorbereitet und warten darauf,
ihre Funktion zu übernehmen. "Wenn alles planmäßig
verläuft, ist die Montage einschließlich Belag und Geländer
bis Samstag, 28. Juni, abgeschlossen", so Bernd Balve weiter.
Abschließend wird bauseitig
eine Spezialbeschichtung aufgetragen, um eine ideale Rutschfestigkeit
des Belages zu erzielen.

Siegener Zeitung (26.06.2008)